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By Privatdozent Dr. Josef Gerstmann (auth.)

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Von den Organerkrankungen, die bei der Indikationsstellung fiir das Malariabehandlungsverfahren in Frage kommen, nehmen die der Kreislauforgane die erste Stelle ein. Die haufigste Miterkrankung von seiten des Zirkulationsapparates bei den syphilitischen Erkrankungen des Zentralnervensystems im allgemeinen wie bei der progressiven Paralyse im besonderen stellt die Mitbeteiligung der Aorta dar. FRISCH hat 1923 in einer aus unserer Klinik veroffentlichten Arbeit auf diese haufige Kombination hingewiesen und berichtet, daB unter 115 Fallen von Nervenlues eine Miterkrankung der Aorta in 39% zu finden war, wovon 29% auf die Paralyse, 48% auf die Tabes dorsalis und 34,8% auf die Lues cerebrospinalis entfielen.

Indikationsstellung zur Malariaimpfbehandlung 31 Eine einheitliche Indikationsstellung erfordert auch die Anwendung der gleichen Malariaform fiir die Uberimpfung. Es besteht jetzt auf Grund der Erfahrung allgemeine Ubereinstimmung, daB zu den Malariaimpfungen nur reine Tertianastamme verwendet werden sollen. Was den klinisch-psychiatrischen Gesichtspunkt bei der Indikationsstellung zur Malariabehandlung betrifft, so ist hier insbesondere die Dauer und das Stadium sowie die Form der paralytischen Erkrankung in dem jeweiligen Behandlungsfall in Betracht zu ziehen.

Es ist dabei jedoeh yom praktisehen Gesiehtspunkte eine natiirliehe Forderung, daB der Blutspender vor der Abimpfung mindestens einen typisehen Malariaanfall bereits durehgemacht hat, wenngleieh aueh manehmal ein wiihrend der Inkubationszeit entnommenes Malariablut - wie es sieh bei einsehlagigen Versuehen zeigte - ein positives Impfergebnis zeitigen kann. Die in der gesehilderten Weise durehgefiihrte Impfung wird stets reaktionslos vertragen. Es kam in unserem Material nie zu ehoekartigen Proteinwirkungen.

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