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By Hellmuth Karasek

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Konnten dann andere Eltern zu ihren Kindern sagen und mit dem Finger auf mich zeigen, während ihre Kinder schadenfroh zu mir schauten. Vielleicht erinnere ich mich an diesen Ausflug auch nur deshalb, weil meine Eltern ihn mir auch vor anderen Leuten (Freunden und Verwandten) erzählt haben, immer mit dem leicht bewundernden Unterton für die Eigenwilligkeit ihres kleinen Sohnes – »ein richtiger Dickschädel«, sagte meine Mutter und lächelte mich stolz an, ein »Kluiben-Schädel«. Mir gefiel anfangs eine andere Geschichte besser, an die ich mich nur noch dunkel und schemenhaft erinnere: Der Umriss eines winzigen Mädchens und wieder meine Eltern, die mich wegzerren.

Mein Großvater musste also zu den polnischen Behörden und die entdeckten etwas: dass nämlich mein Großvater aus Brünn stammte und nicht aus Bielitz und also jetzt eigentlich Tscheche und nicht Pole war. Und so wiesen sie ihn aus, und wenn ich meinen Eltern glauben darf, haben sie ihn dabei auch enteignet. - 44 - So ist er mit Frau und Kindern nach Brünn gezogen, wo er hergekommen war. Und meine Mutter ist meinem Vater nach Brünn gefolgt. Die beiden haben 1930 dort geheiratet. Die Ausweisung meiner Großeltern (die meisten der Freunde blieben als Tuchfabrikenbesitzer, Kaufleute, Lehrer in Bielitz) war natürlich eine Folge der Minderheiten-, Volksgruppen-, und Nationalitäten-Probleme, die die Auflösung Österreichs nach dem verlorenen Weltkrieg, der Versailler Vertrag und der Vertrag von Trianon mit sich gebracht hatten.

Wenn sie böse war, hat sie das auch mir vorgeworfen, obwohl es da schon längst absurd war: Alle waren sie Flüchtlinge, Habenichtse, alle hatten sie in der falschen Zeit den »Kopf nach oben« getragen. Nur ihre drei Brüder nicht. Norbert, der älteste, war nach 1918, als er zum polnischen Militär sollte, verschwunden, in Danzig untergetaucht. Meine Mutter hat versucht, nach 1939 mit ihm Kontakt in Danzig aufzunehmen. Vergeblich, er blieb verschollen. Roman, der zweite, »Rommie« genannt, war in Skawina, einem Kaff in Galizien, gewesen, Leiter einer Filiale von Franks Kaffee-Geschäft, wo man »Zichorie«, ein Kaffeegewürz für Malzkaffee, herstellte.

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